Bereits die ersten Mythen aus dem heutigen Mittelamerika erzählen von der “paradiesischen” Schokolade. Die Azteken waren offenbar die ersten Stämme, die Schokolade selber zusammenstellen konnten.Die Stämme erhöhten die Zahl der Kakaobäume, um die wertvollen Früchte zu ernten. Der Genuss von Kakao nahm einen hohen Stellenwert in der Kultur der Stämme ein. Nur der Adel kam in das Vergnügen dieser Köstlichkeit. Geistliche opferten Kakaopflanzen um ihre Göttern zu huldigen. Darüber hinaus galten sie als anerkanntes Zahlungsmittel. Mit der Eroberung Amerikas und der Unterdrückung der Ureinwohner fiel auch der Kakao in die Hände der Europäer. Spanien war die erste europäische Nation in dem Kakao zubereitet wurde. Die Spanier waren auch die Ersten, die Kakao süßten. Es dauerte über ein Jahrhundert bis sich diese Entdeckung auch im Rest Europas herumgesprochen hatte. Es verblüfft nicht, dass sich die Nachricht um diese Kostbarkeit im Nu verbreitete.
Schokolade war zu dieser Zeit sagenhaft kostspielig und kaum zugänglich. Schokolade galt damals für den Großteil der Bevölkerung als vollkommen illusorisch. Es war eine große Ehre auf ein Stück Schokolade begrüßt zu werden. Neu angelegte Plantagen machten die bedrohliche Reise nach Amerika gewinnbringend. Leibeigene schufteten unterbezahlt für dieses gewinnbringende Geschäft.
Durch den Großanbau wurden die Rohstoffe günstiger. Die Erschaffung von Anlagen zur Massenproduktion kam dem zu Gute. Dazu kamen Innovationen im Produktionsprozess für Kakao, wie etwa verbesserte Mahlwerke. Aus dem bitteren Schokoladengetränk wurden kremige Tafelschokoladen. Dank dieser turbulenten Historie und tüchtiger Menschen dürfen wir Schokolade kosten wann immer wir das wollen.